Soundcloud-Surfer #2


Photo by Mono Andes

Mehr als zwei Monate hat es jetzt doch gedauert, bis ich euch meine zweite Surfrunde durch die Soundcloud-Wellen präsentieren kann. Nach etlichen Sessions – mal etwas kürzer, mal etwas länger – hab ich mich diesmal für 11 Tracks entschieden. Einige Bekannte sind diesmal wieder mit dabei, andere sind eher weniger bekannt und wiederum andere hab ich ausgewählt, deren Musik bisher nicht so wirklich den Weg auf GT gefunden hat. Genretechnisch mein ich natürlich. Und ab jetzt lass ich die Musik sprechen.

TAJ – Taj Yo’Self (Kerem Akdag Remix)

Der Anfang vom SSC #2-Feature  gehört dem türkischen Produzenten Kerem Akdag. Der junge Instanbuler „loves this music thing“ und hat sich den Titel „Taj Yo’Self“ des singapurischen Trios TAJ ins Studio geholt. Da es Labelkollegen bei DarkerThanWax sind, war das wahrscheinlich nicht allzu schwer. Das Original könnt ihr euch hier anhören, der Remix gefällt mir aber viel besser.

Big Noyd – Recognize & Realize Pt.1 f. Prodigy (Ben Hedibi Remix)

Spot #2 wird von einem guten alten Bekannten belegt. Bei Ben Hedibi kann man es immer ganz kurz machen, denn seine Musik spricht mich einfach nahezu jedes Mal zu 100% an und daher verdient er jede Promotion. Dieses Mal hat es den Track „Recognize & Real Pt.1“ von Big Noyd aus dem Jahr 1996 erwischt. Featuregast ist Prodigy – sein Mobb Deep-Buddy Havoc ist der Produzent. Ah ich mag einfach diesen Sound, den der Tunesier mit seinen Remixen einbringt.

Ensilence – Deliberate

Auch meine dritte Wahl dürfte dem Ein oder Anderen bereits bekannt sein – die toughe Emcee Ensilence. Immer ein wichtiges Thema in der Pipelinen, meistens einen Boom Bap Beat parat und offensichtlich selten um Worte verlegen, kommt auch die Single „Deliberate“ ziemlich straight durch die Boxen. Albumtechnisch ist bisher noch nichts am Horizont aufgetaucht, würde mich aber schon irgendwie freuen. So lange nehme ich aber solche Freebies – well done!

Prodigy vs. Toro Y Moi – Keep It TORO (Cookin Soul Remix)

Hierzu muss ich zu allererst mal sagen, dass ich eigentlich äußerst selten Toro Y Moi höre. Das spanische Duo Cookin Soul hat sich aber trotzdem (haben sie bestimmt berücksichtigt) gedacht, dass so ein Mash-Up zwischen ihm und Prodigy eine coole Sache wär. Vor allem, wenn es mit so einem typischen laid-back Boom Bap Beat der beiden unterlegt ist. Das Resultat ist dieser richtig starke Remix:

Anti-Lilly & Phoniks – Brick Buildings

Eine weitere bekannte Kombo, die ich hier ausgewählt habe. Phoniks‚ Produktionen kann ich persönlich eigentlich immer blind empfehlen. Mir gefällt dieser smoothe Boom Bap-Stil einfach und habe mich auch noch nicht satt gehört. Den Emcee – Anti-Lilly – kennt ihr spätestens seit ihrem gemeinsamen Kollabotape „Stories From The Brass Section„. Aber ich leg meine Hand dafür ins Feuer, dass ihr beide hier noch öfter antreffen werde. „Brick Buildings“ ist definitiv nicht die letzte Zusammenarbeit der beiden!

Smoove & Turrell – Have Love

Als ich über diesen Track gesurft bin, habe ich mich schon beim Lesen des Namens dick gefreut. Und es wurde noch besser. Smoove und Turrell sind die zwei Musiker aus dem Nordosten Englands mit der ziemlich dopen Scheibe „Broken Toys„. Der Funk liegt den zwei irgendwie im Blut und kommt einfach extrem authentisch und erfrischend rüber. „Have Love“ ist ihr Beitrag zum Funk-Sampler „Jalapeno Funk Six“ des Labels Jalapeno Records.

JackLNDN – Fooled Around

Ich bin mir nicht sicher, ob ich in den vergangenen drei Jahren schon mal einen ähnlichen Song auf GT gefeatured habe. Ich denke eher nicht. Aber warum eigentlich nicht? „Fooled Around“ von JackLNDN lässt sich wahrscheinlich am besten als ein Mix aus Chilled House, Nu Disco und Electronic beschreiben. Und für gechillte Vibes bin ich eigentlich so gut wie immer zu haben. Mir gefällts gut.

Poldoore – Angel Dust f. Awon & Dephlow

Cult Classic Records schwingt sich langsam, genau wie zb MMG, zu einem richtig guten Label auf. Es gab hier schon einige Releases der Londoner Jungs und es wird in Zukunft noch weitere geben. „Angel Dust“ ist ein Track, den ihr auf der „Blind Eyes“ EP des belgischen Produzenten Poldoore finden könnt. Stark Piano-driven, geben sich hier die zwei GT-bekannten Emcees Awon und Dephlow das Mic in die Hand. Seine Liebe für den klassischen „Old School Hip Hop“ hört man aber trotzdem gut durch.

Yesterdays New Quintet – I am Singing

Als ich über die Single „I am Singing“ vom Yesterdays New Quintet gesurft bin, wusste ich nicht wirklich gleich was ich da gerade höre. Ihr hört hier nämlich ein Projekt, das von keinem geringerem als Madlib ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit diversen Jazz-Musiker sind so Anfang der 2000er insgesamt sieben Alben entstanden, die Stones Throw jetzt neu auferstehen lässt. Ich muss ehrlich sagen, die Compilation „Phrases“ gefällt mir als Ganzes nicht wirklich. Mit der Single hier kann ich aber einzeln etwas anfangen.

K.Sparks – Brother

Und jetzt ein Künstler der ersten Stunde – K.Sparks. Aufgrund des Verlustes seines Bruders am 19. März ist die Lied entstanden. Mein Beileid. Am Besten einfach still zuhören und mitfühlen.

ScienZe – Rasta Pasta

Zum Abschluss dieser Runde gibt es einen neuer Ableger seiner Dienstagsveröffentlichtungen. Wieder über eine EOM-Produktion, flowt ScienZe in feinster Manier und liefert seine bisher beste Leistung ab. Natürlich nur auf diese Releasereihe bezogen. Diesmal als Gast mit dabei: JohnNY U.

 

Alles Tracks findet ihr auch als Playlist auf Soundcloud: Soundcloud-Surfer #2-Playlist

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1 Comment

  1. […] Poldoore beherrscht sein Handwerk nicht erst seit gestern. Zwar bin ich erst 2015 im Rahmen der SCS-Reihe das erste Mal auf eine seiner Produktionen aufmerksam geworden, seine ersten offiziellen Releases […]

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