Und was hörst du: Trae (Mzee.com)


Willkommen zur zweiten Ausgabe von – Und was hörst du? – wo ihr in unregelmäßigen Abständen Gastbeiträge von Leuten geliefert bekommt, deren Musikgeschmack ich persönlich für interessant und mal erwähnenswert halte. Trae kenne ich aus dem Hip Hop Forum von Mzee.com, wo er mir stets als überkrasser CD-Sammler, Westcoast-Fan und Trash Cover-Liebhaber aufgefallen ist. Das kommt jetzt zwar nicht direkt in seinen aktuellen Favoriten rüber, aber sehr selbst:

Hallo liebe GoodTunes-Leser, ich bin Marco, 23 Jahre alt, ein Rap-Liebhaber und nebenbei in einem der größten deutschsprachigen Rap-Foren aktiv, nämlich dem Mzee-Forum. Arnim hat mich gefragt, ob ich euch ein paar meiner derzeitigen Lieblingstracks vorstellen kann und der Bitte gehe ich natürlich liebend gerne nach. Los geht’s!

Jamie XX – I Know There’s Gonna Be (Good Times) f. Young Thug & Popcaan

Den Anfang macht direkt ein Track, der normalerweise überhaupt nicht in mein übliches Soundbild passt, nämlich die zweite oder dritte Auskopplung vom neuen Jamie XX Debütalbum „In Colour„. „I Know There’s Gonna Be (Good Times)“ hat sich mittlerweile schon zu meinem absoluten Sommertrack 2015 entwickelt. Die basslastige Produktion ergibt in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Retro Soul Sample sowie Young Thug’s einzigartigem „Sing-Sang-Rap“ und den eingestreuten Dancehall-Vocals von Popcaan trotz vieler verschiedener Elemente ein unfassbar stimmiges Gesamtpaket, von dem zumindest ich nicht mehr so schnell wegkommen werde.

Vince Staples – Senorita f. Future

Back to Rap! Auf Newcomer Vince Staples wurde ich zum ersten Mal durch sein aktuelles Mixtape „Shyne Coldchain Vol. 2“ aufmerksam und die darauf folgende „Hell Can Wait„-EP. Nachdem mich beide Projekte überzeugen konnten haut der junge Mann aus Long Beach mit „Senorita“ eine Wahnsinnssingle für sein kommendes Def Jam Debüt „Summertime ’06“ raus. In gerade einmal drei Minuten ermöglicht Vince damit einen düsteren Einblick in seine Welt und wird dabei von einer fast schon hypnotischen Hook von Atlanta-Rapper Future unterstützt. Damit dürfte er nicht nur bei mir die Vorfreude auf sein kommendes Debütalbum gesteigert haben. Das Video ist übrigens auch noch sehr empfehlenswert, da es die Atmosphäre des Tracks noch besser verstärkt.

Travi$ Scott – 3500 f. Future & 2Chainz

Auch Travi$ Scott steht kurz vor der Veröffentlichung seines Debütalbums „Rodeo“ und kann wie Vince meine Vorfreude darauf durch die erste Auskopplung „3500“ enorm steigern. Hier steht ebenfalls die absolut düstere Produktion im Vordergrund, für die mit Metro Boomin‘, Zaytoven und Mike Dean direkt drei hochkarätige Produzenten gesorgt haben. Beachtlich ist es auch, wie sich die drei an Travi$ eigenem Produktionsstil orientiert haben und ihn damit perfekt in Szene setzen. Komplettiert wird die insgesamt achtminütige Trap-Hymne durch Featureparts von Future und 2 Chainz. Leider hat „Rodeo“ bis jetzt noch kein Releasedate, hoffentlich ändert sich das bald.

A$AP Rocky – Wavybone f. Juicy J & UGK

A$AP Rocky hat sein neues Album „At.Long.Last.A$AP“ bereits rausgebracht und mit „Wavybone“ darauf einen meiner bisherigen Lieblingstracks 2015 platziert. Von der ersten bis zur letzten Minute lässt mich das schöne Syl Johnson-Sample zusammen mit der Südstaatenatmosphäre und den Rap-Parts von Rocky, Juicy J, Bun B und dem bereits verstorbenen Pimp C dahinschmelzen. In dem Track steckt auf jeden Fall ein großer UGK-Geist. Pimp C wäre stolz drauf gewesen.

Czarface – Nightcrawler f. Method Man

Czarface besteht aus dem Wu-Tang-Mitglied Inspectah Deck sowie dem Underground-Duo 7L & Esoteric. Nachdem die drei bereits 2013 ein starkes Album veröffentlicht haben, scheint der für diesen Sommer angesetzte Nachfolger genau daran anzuknüpfen, zumindest wenn man der Single „Nightcrawler“ mit dem nächsten Wu-Tang-Rapper Method Man glauben darf. Wie bereits auf dem ersten Album ist auch hier 7L für den Beat verantwortlich gewesen. Deck, Esoteric und Meth erledigen den Rest und sorgen für eine absolut stimmige Ode an den legendären X-Men Charakter.

Kendrick Lamar – Wesley’s Theory f. George Clinton & Thundercat (Besserer Stream)

Den Abschluss macht der erste Track aus Kendrick’s neuen und teilweise umstrittenen Album „To Pimp A Butterfly„, was für mich ein absolutes Meisterwerk und aller Wahrscheinlichkeit auch mein Album des Jahres ist. „Wesley’s Theory“ ist der perfekte Einstieg für ein Album, das sich einerseits mit den aktuellen Rassenkonflikten in den USA und andererseits mit den Problemen von Kendrick’s schneller Berühmtheit auseinandersetzt. Selbst mehrere Monate nach Release sorgt der Track jedes Mal auf’s Neue wieder für absolute Gänsehaut. Auch hier stecken unheimlich viele Einzelkomponenten im Track, die zusammen ein mehr als stimmiges Gesamtbild ergeben. Angefangen bei Boris Gardiner’s „Every Nigger Is A Star„-Sample, über den Beatswitch, die einleitenden Worte von MadKap-Mitglied Josef Leimberg, Kendricks Hook und die beiden Rap-Parts aus verschiedenen Perspektiven sowie die Bridge von George Clinton, die Pre-Hook von Thundercat und die zweite Bridge von Record-Mogul Dr. Dre. So läutet man einen modernen Klassiker ein.

Ich hoffe, euch haben die vorgestellten Tracks gefallen.
Weiterhin viel Spaß auf dem Blog!

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