Soundcloud-Surfer #4


Photo by Ryan Vaarsi

Endlich ist jetzt auch das Format Soundcloud-Surfer – wovon ich selbst eigentlich ein großer Fan bin und mir riesig Spaß macht – mit der vierten Episode im Jahr 2016 angekommen. Ich hab mich in den letzten Wochen immer mal wieder aufgemacht und bin einige musikalische Wellen gesurft. Einige waren eher nicht so pralle, andere haben mein Interesse geweckt und wiederum andere haben mich direkt vom Board geholt. Im Endeffekt kam eine Auswahl von 10 Tracks zusammen, die ich euch im Folgenden mit ein paar Worten etwas näher bringen möchte. Auch diesmal sind wieder bekannte Künstler mit am Start genauso wie GT-Neulinge.

Emskee x Doc Tmk – Sound of the SP/Deep Down f. DJ Suspect

Der erste Ritt ging über die Preview der Doppel-Single Sound Of The SP/Deep Down des Duos Emskee und Doc Tmk. Beide bereits mit Inhalten auf GT, ist es gleichzeitig die erste Vinyl-Single des Labels Radio Krimi Records. Auf die Ohren bekommt ihr hier feinsten Boom Bap einer USA/Frankreich-Kombination mit handwerklich einwandfreien Scratches von DJ Suspect. Leider nur eine Preview.


ScienZe – Georgia State f. J’Von

Fanboyalert! Ich feier ScienZe schon seit Jahren und freu mich immer wieder über neue Tracks bzw. seine neuen Releases. Georgia State beginnt zwar etwas komisch – ich erwisch mich des öfteren, dass ich denke „Welches Lied ist das denn?!“ – aber es wird einfach nur gewohnt stark. King I Divine liefert dazu die perfekten Beats für ScienZes Stil, seine Stimme und seinen Flow. Der Jazz-Einfluss darf natürlich auch nicht fehlen, aber das macht es ja auch aus. Die Streicher find ich hier auch ziemlich nice, am Ende vielleicht etwas zu lang ausgepackt. Insgesamt einfach wieder mal ein (nahezu) perfekter Song von den beiden Dauerkollaborateuren.


The Allergies – Love’s Supposed To Be

Das britische DJ-Duo The Allergies ist immer wieder gut für einen deftigen Funk-Ritt. So ist auch die Single Love’s Supposed To Be ein richtig schöner Break-Mix aus Funk- und Soul-Elementen. Und es fällt extrem leicht, sich von der Stimmung und dem Rhythmus mitreißen zu lassen und mindestens 3 1/2 gute Minuten zu haben. Die gute Stimmung dürfte aber länger halten, vor allem wenn du dir auch noch die weiteren Songs der Jungs anhörst.


BadboE – Hercules ‚2012

Instant Flashback würde ich mal so behaupten. Der dänische Produzent BadboE lässt mit seiner Single Hercules ‚2012 alte Gefühle hochkommen und jeden Musiklover mit einem wippenden Kopf zurück. Die Single ist wohl schon etwas älter – vielleicht von 2012 – und von einem Labelrelease, dass es gar nicht mehr gibt. Nichtsdestotrotz macht das Lied richtig Bock und hat mich zu einem Follower von BadboE gemacht.


Chuuwee – Anything

Eben noch eine EP von Chuuwee gehört und nicht wirklich überzeugt worden. Die Single Anything hingegen hat mich doch aufhorchen lassen. Produziert wurde die Single von Kase Work. Solide Arbeit zweier Arbeitstiere von denen ich gerne mehr sehen bzw. hören würde. Bei Chuuwee erfüllt sich das Ganze insofern, dass er zwei Projekte noch in der Pipeline hat: Dystopia und AmeriKKa’s Most Blunted 2.


Basement Freaks – Walk Away

Man merkt ja überhaupt nicht, dass ich gerne mal das Genre Funk ansteuer. Die Basement Freaks sind genau da zuhause und mittlerweile echt eine Marke, was Qualitätsware und gute Beats angeht. Walk Away ist eine der Singles ihres kommenden Albums Time Machine. Kein Gesang, kein Rap, einfach nur funkige Sounds und ein wenig Boogie um die Beine zum Tanzen zu bringen.


Hydrogenii & Uprooted – In My House

Der totale Cut! Der deutsche Produzent Hydrogenii mit dem Instrumental In My House. Begriffe die einem zu dem Sound einfallen: Chill, Ambient, FlyHigh oder einfach nur doper HipHop. Das Sample kommt einfach so stark und kreiert eine beängstigend angenehme Atmosphäre, in der ich locker mal einen Freitagabend verbringen könnte. Mit dem Heineken in der Hand, einem DJ an seinen Plattentellern, ein paar Freunde um einen herum und ein Song nach dem anderen. Echt starker Sound aus Pforzheim!


JuJu Rogers – Dreams f. Oddisee (Robot Orchestra Remix)

Muss ich hier noch was sagen? JuJu Rogers war mit seinem Album From The Life Of A Good-For-Nothing auf GT featured, Oddisee glaub ich auch das ein oder andere Mal und Robot Orchestra läuft auch regelmäßig durch meine Boxen. Letzterer hat sich jetzt der Single Dreams aus dem vorne genannten Album widmet und mal seinen Senf in Form eines anderen Beats dazu gegeben. Und was soll ich sagen, der Kölner versteht sein Handwerk. Dope!


Sandra De Sa – Olhos Coloridos

„‘Olhos Coloridos’ is an 80’s MPB/boogie jam, thats sits perfectly alongside the likes of Maia, Valle, Jorge and Olivetti. Backed here, by some of the members from Banda Black Rio.“ Großes Kompliment an Mr. Bongo für dieses Lied. Ich versteh nichts, ich kenn die Künstlerin nicht und trotzdem macht es einfach Spaß es zu hören. Das ist eben manchmal auch Musik. Ist brasilianische Musik!


Sunz Of Man – Natural High (Ben Hedibi Remix)

Lang lang ist’s her, dass ich was Neues von Ben Hedibi gehört habe. Der tunesische Produzent ist dafür bekannt, sich meist etwas ältere Tracks zu picken und daraus feinste Remixe zu basteln. Ich erinner nur an Do You Believe von den Beatnuts. An das Level kommt Natural High nicht ran, aber muss ja auch nicht. Hauptsache mal wieder etwas aus seiner Feder, dass das ein oder andere Mal durch die Speaker pumpen kann.


Alle Tracks findet ihr auch als Playlist auf Soundcloud:

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