Goodtunes.de – Top Alben 2017


Top Alben 2017

Jetzt sind wir mittlerweile schon in der zweiten Woche 2018 und ich schaue nochmal auf das vergangene Jahr und lass die für mich besten Alben Revue passieren. Am Ende stehen zehn Alben auf einer Liste, die sich für mich in irgendeiner Form von den vielen guten Releases 2017 positiv abgehoben haben.

Vor etwa 10 Jahren nahmen mit Hear-That-First und 2DopeBoyz zwei Musikblogs zum ersten Mal erheblichen Einfluss auf meinen Konsum von Musik. Bis dahin fand ich neue Musik über meine ellenlange Kontaktliste auf MySpace oder trieb mich in Ami-Foren rum, die einem alle erdenklichen Alben zur Verfügung stellten.

Das Angebot waren Rap-Alben und -Mixtapes vom deepsten Underground bis zur #1 der Billboard Rap Album Charts. Mit den Blogs und ihrem täglichen Output von 15-20 Tracks lag der Fokus plötzlich auf einzelnen Tracks. 2017 markiert für mich seitdem das erste Jahr, in dem Alben wieder die größere Rolle spielten.

Genretechnisch gibt Rap aber weiterhin den Ton an und stellt auch 2017 wieder den Großteil meiner Alben des Jahres. Trotzdem mischen sich immer mehr andere Genres unter meine Favoriten. Welche zehn Werke es diesmal geschafft haben und warum ich sie dir nochmal besonders ans Herz legen möchte, sag ich dir jetzt.


Tanika Charles – Soul Run

Soul Run ist das ernergiegeladene Debut-Album der kanadischen Soulsängerin Tanika Charles. Mit ihrem Motown-inspirierten Sound schafft sie eine ganz besondere Atmosphäre – kraftvoll, mitreißend und dabei total smooth und warm. Ein absolut authentisches Album, das auf Vinyl und bei gutem Wetter nochmal seinen ganz eigenen Charme entwickelt. (Zum Artikel)


Skinshape – Life & Love

Der Sound des britischen Musikers Skinshape ist hingegen schwieriger in Worte zu fassen. Experimentell trifft es da schon ganz gut. Rock, Trip Hop, Soul – von allem ein bisschen mit dabei und komplett selbst eingespielt. Life & Love ist auf jeden Fall ein fantastisches Album, das selbst im großen Schatten seines Vorgängers ne gute Figur abgibt. (Zum Artikel)


Oddisee – The Iceberg

Zu Oddisees 2017er Album The Iceberg muss ich glaub ich nicht viel sagen. Der Typ verkörpert für  michdas Ideal eines Künstlers bzw. Musikers, nicht umsonst verfolg ich seinen Werdegang seit vielen Jahren und würde ihn zu meinen Top 3 der All Time Favorites zählen. Auch auf diesem Album liefert Oddisee wieder ein fresher Sound, den du unbedingt gehört haben solltest.


Skyzoo – Peddlers Themes


Technisch gesehen kein Album, aber Peddlers Themes gehört auch als EP in die Liste. Auf dem Appetizer für sein fünftes Solo-Album In Celebration Of Us, welches am 2. Februar erscheinen wird, zeigt Skyzoo warum er als einer der hottesten Emcees im Game gilt. Wordplay at its best!


Spectateur – Their Dreams

Seit einigen Jahren feiere ich die französische Beatbastler-Szene ziemlich stark. Spectateur hat 2015 schon mit Tiphareth und dann 2016 mit Yateveo überzeugt und dabei deutlich gemacht, welch musikalisches Talent in ihm steckt. Auf Their Dreams geht er dann nochmal einen Schritt weiter. (Zum Artikel)


Amerigo Gazaway – A Common Wonder

Mit A Common Wonder zeigt Amerigo Gazaway was eine äußerst produktive Studiosession mit Stevie Wonder und Common hätte hervorbringen können. Der Master der Mash Ups hat erneut geliefert und das ist das Ergebnis! Als kostenloser Download! Enough said. (Zum Artikel)


Anti-Lilly & Phoniks – It’s Nice Outside

Ein Jahr ohne ein ordentliches Jazz Rap-Album wäre kein gutes Jahr. Dank Phoniks besteht da seit einigen Jahren zum Glück keine große Gefahr. 2017 gab es dann die Reunion mit seinem Partner-in-Rhyme Anti-Lilly. Was soll ich sagen, It’s Nice Outside ist die praktische Umsetzung der Definition von Jazz-Rap. Perfekt!


Fantastic Negrito – The Last Days Of Oakland


Mein Album des Jahres! Eigentlich schon 2016 veröffentlicht und dann im Februar mit einem Grammy ausgezeichnet worden, zähle ich Fantastic Negritos Debut-Album The Last Days Of Oakland zu den Releases 2017. Denn ich bin erst im vergangenen Herbst auf den seit 22 Jahren im Business aktiven Musiker aufmerksam geworden. Und seitdem läuft TLDOO mindestens einmal die Woche. Mit seinem durchdringenden Genremix aus Soul, Blues, Rock und vereinzelten Rap-Elementen, dauerte es nicht lang, bis ich von der Scheibe begeistert war. (Zum Artikel)


Fredfades – Warmth

Und nochmal ein Produzenten-Album! Warmth ist das smoothe Solo-Debut des norwegischen Produzenten Fredfades. Auf 16 Tracks findet Fredfades eine schöne Balance aus kurzen Instrumentals und längeren Tracks mit interessanten Gästen. Warmth ist auf jeden Fall eher ein Album zum Zurücklehnen. (Zum Artikel)


Laboreal – Le Carré Bleu

Last but not least lande ich nochmal bei unserem Nachbarn und der dortigen Beatszene. Die Fahne hochhaltend für Nantes kann man den Stil von Le Carré Bleu eigentlich keinem Genre eindeutig zuordnen. Laboreal bedient sich im Hip Hop wie in der Elektro-Szene. Gleichzeitig kann man seine Produktionen auch als Ambient und Down Tempo beschreiben. Ein spannender Künstler!

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